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Gory Gore
„Meine Absichten in den Texten sind immer gut.“ sagt GoryGore. Wenn man sich den Mann mit der brutalen Stimme eines Kerkerwerters und seine Wortgewalten erstmalig anhört, mag man dies jedoch anfangs garnicht glauben. Doch seine Texte verraten anderes, gehen tief in die psychischen Vorgänge und Verhaltensmuster so mancher Zeitgenossen und lassen viel Platz für Eigeninterpretation und Selbsthinterfragung. „Anfangs wollte ich den Leuten einfach den Spiegel vor ihre verlogenen Masken halten und zeigen was sie aus dieser Welt und sich selber gemacht haben. Ich wollte all diesen asozialen Mist, den sie als alltäglich annehmen, so schmutzig und deutlich wie es nur geht verpacken und es ihnen direkt auf ihre beschlagenen Brillen schmieren...für die Meisten halt zu deutlich...oder immernoch nicht deutlich genug bei der ganzen Abstumpfung.“ sagt er mit einem verschmitzten Lächeln.
Auf seinem kürzlich erschienenem Debut-Album „Tales Of The Frightened“ behandelt er eine ganze Bandbreite an Themen, die sich meist zwischen der Selbstsuche im Labyrinth des Seins und dem Kampf gegen Systemignoranz jeglicher Art bewegt. Trotz seiner lyrischen Begabung, die er immer wieder aufblitzen lässt, setzt Gory auf die Deutlichkeit und Unverschnörkeltheit der Worte. „Ich mache Rap nicht weil ich jedem zeigen möchte was für abgedrehte Reimstrukturen ich aneinanderketten kann, oder wie krass ich meine Zunge dabei verknote...ich hab eine Message..und die soll verständlich sein.“